Das lohnende Leben

Die Frucht des Geistes aber ist Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut und Selbstbeherrschung.

Galater 5,22

Der Bibelvers, der uns für den Monat Juni prägen und anregen soll, steht im Brief des Apostels Paulus an die Galater.

Was für eine Aufzählung an charakterlichen Eigenschaften!? Zunächst möchte ich unseren Blick hinwenden auf das kleine Wörtchen „aber“ ziemlich am Anfang dieser steilen Aussage des Apostels. Paulus stellt im Zusammenhang dieses Verses die „Frucht des Geistes“ den „Werken des Fleisches“ gegenüber. Paulus kennt nur zwei verschiedene Arten von Lebensentwürfen: Entweder das Leben aus „dem Fleisch“ aus einem von Gott abgewandten Leben, aus einem Leben der eigenen Sehnsüchte und Begierden oder eben ein Leben aus „dem Geist“, ein Leben aus der Beziehung zu Gott, ein Leben mit dem Heiligen Geist.

Ich wünsche mir, dass jeder von Ihnen diese Sehnsucht bekommt, aus der Frucht des Heiligen Geistes zu leben.

Der Monat Juni beschenkt uns mit den ersten roten Früchten des Gartens, mit Erdbeeren und Süßkirschen. Was für wohlschmeckende Früchte!? Die Früchte, die Paulus hier in diesem Vers aufzählt, sind noch viel „wohlschmeckender“. Sie sind das, wonach sich der Mensch von Herzen sehnt. Die Aufzählung beginnt mit „Liebe“. In einem anderen Brief schreibt der Apostel, dass die Liebe das Größte ist. Wenn diese Frucht an uns wächst, dann gehören wir zu den Menschen, die das Beste haben und weitergeben können, was es auf dieser Welt gibt. Diese Liebe aus Gott ist die einzige Alternative zu den Werken des Fleisches, „Unzucht, Unreinheit, Ausschweifung, Götzendienst, Zauberei, Feindschaft, Eifersucht, Zorn, Zank, Zwietracht, Spaltungen, Neid, ...“ Ich wünsche mir, dass wir auf der einen Seite eine große Abscheu bekommen von den „Werken des Fleisches“ und auf der anderen Seite eine große Sehnsucht nach der Frucht des Geistes. Die folgenden Früchte, die Paulus hier aufzählt, sind ebenso wunderbar. Es lohnt sich, sich auf die Spur zu begeben, diese Früchte zu ernten.

In einem anderen Brief schreibt der Apostel „Was der Mensch sät, das wird er ernten.“ Das ist also das Geheimnis, wodurch Frucht in uns wächst: Es muss das richtige Saatgut in mich hinein. Jesus sagt von sich „ICH bin das Leben.“ Als erstes brauch ich also eine lebendige Beziehung zu Jesus. Als zweites brauch ich eine lebendige Beziehung zum Wort Gottes, dem Saatgut des Lebens. Jesus und sein Wort der Bibel wird mich in die Gemeinde weisen, wo ich „Liebe, Freude, Friede ...“ einüben kann.

Noch einmal zum Schluss: es gibt nur diese beiden Möglichkeiten des Lebens, entweder aus den Werken des Fleisches oder der Frucht des Geistes. Sie dürfen wählen, was wir im Normalfall ja sowie so tun. Ich wünsche mir, dass Sie die richtige Wahl treffen.

Ihr Pfr. i.R. Volkmar Körner
Falkensteiner Anzeiger, 30.05.2014