Yes he can

In dem Moment, in dem ich diese Zeilen schreibe, ärgern sich unzählig viele Menschen weltweit über den neu gewählten Präsidenten der USA Donald Trump. Eine fast ebenso große Zahl freut sich darüber. Mit einem vollmundigen „Yes we can“ trat sein Vorgänger Barack Obama am 20. Januar 2009 in Superman - Manier dieses „höchste Amt auf Erden“ mit dem Ziel an, die Welt zu verbessern. Seit einem Jahr beschäftigt die Deutschen im Besonderen ein Satz unserer Bundeskanzlerin Angela Merkel. „Wir schaffen das“.

Weltweit gehen die Massen auf die Straßen und protestieren gegen Verletzungen der Menschenrechte, Korruption, Schreckensherrschaft und Willkür ihrer Regierungen und fordern ihren Rücktritt. Absichtlich vom Zaun gebrochene Krisen und Kriege bringen ganze Länder, ja Kontinente ins Wanken und sind die Saat für immer grausameren Terror und Gewalt. Nicht nur der Ton wird rauer, leider auch der Umgang.

Die Erwartungen sind hoch: Wird der, wird die Neue etwas ausrichten können?

Meine Antwort: Nur bedingt, wenn überhaupt. Ach, - eigentlich: Nein! Warum ist das so?

Weil wir alle Menschen sind, die seit Adam und Eva in der Trennung von Gott unserem Schöpfer und Herrn leben. Wir rebellieren auf gegen diesen wahren, einzigen Gott und tauschen ihn ein mit den Abgöttern und Götzen anderer Kulturen dieser Welt. Die Bibel bezeugt uns: Jesus Christus ist der Herr aller Herren, der König aller Könige und nur er weiß, wie es geht, dass Menschen in Frieden miteinander leben können. Und das beginnt damit, dass man sich und sein Leben IHM übergibt und vertraut, dass er es richtig macht: „Yes he can“ (Ja er kann).

Und so geht seit Jahrtausenden der Spruch des Propheten Sacharja 9,9 in die Völkerwelt: „Du, Tochter Zion, freue dich sehr, und du, Tochter Jerusalem, jauchze! Siehe, dein König kommt zu dir, ein Gerechter und ein Helfer, arm und reitet auf einem Esel, auf einem Füllen der Eselin.“ Was ist das für ein König, der da so ganz und gar anders daherkommt? Als der amtierende Papst Franziskus vor drei Jahren statt mit seiner Luxuslimousine mit einem Fiat daherkam, wurde er begeistert umjubelt. Das war und ist sympathisch. Da pfeift einer auf Machtgehabe und geht freiwillig auf das Volk zu und wird einer von ihnen. Um wie viel mehr ist das unser Herr Jesus Christus, dem doch alle Gewalt und Macht im Himmel und auf Erden ist. Im Advent und zu Weihnachten erinnern wir uns an sein Kommen in diese geschundene Welt. Und er kam wie verheißen - aber eben ganz anders als sonst die Könige der Welt: „arm, auf einem Esel“! Er kam genau so in die Welt, nicht nur um sie zu verbessern, sondern um sie zu retten. Wer sich ihm anvertraut, wird dies erleben. Ich habe es gemacht, - vor 40 Jahren und habe es nie bereut.

Ihnen allen einen gesegneten Advent und ein Weihnachtsfest, welches den im Focus hat, weswegen wir es feiern: Jesus Christus!

Peter Tischendorf, Gemeinschaftspastor der Landeskirchlichen Gemeinschaften Sachsen e.V.
Falkensteiner Anzeiger, 24.11.2016