Klimawandel?! - ja bitte!

Keine Zeitung, keine Nachrichtensendung lässt dieses Thema aus und niemand wird bestreiten, dass es diesen Klimawandel tatsächlich gibt. Die meisten aktuellen wissenschaftlichen Beiträge gehen von einer vom Menschen gemachten Umweltkatastrophe aus. Andere Studien bezweifeln genau dies und können belegen, dass es auf dieser Welt immer wieder einmal erhöhte CO2-Werte mit einer einhergehenden Erderwärmung gab und der Mensch einen sehr geringen bis keinen Einfluss auf solche Klimaveränderungen hatte und hat. Wer hier nun Recht hat, wird sich zeigen. Außer Frage steht, dass wir alle eine Verantwortung haben, diesen wunderschönen, von Gott geschaffenen und im Universum einzigartigen Planeten Erde zu bewahren. Wir müssen alles dafür tun, dass die Weltmeere nicht im Plastikmüll ersticken, dass die Luft auch noch von unseren Enkeln und Urenkeln ohne Filter eingeatmet werden kann und die Ressourcen dieser Welt nicht unserer ungebändigten Gier nach immer MEHR zum Opfer fallen. Es ist gut, wenn wir immer wieder darauf hingewiesen werden.

Ich möchte nun auf einen anderen Klimawandel zu sprechen kommen, den ich in den letzten Jahren wahrnehme und der uns mindestens genauso zu schaffen macht, wie der in der Natur. Dieser Klimawandel ist übrigens 100%tig vom Menschen gemacht:

Mir geht es um das Klima in unseren Betrieben (Betriebsklima) und den sozialen Netzwerken. Mir geht es um das „Gesprächs“- Klima und den Umgangston untereinander. Ich habe den Eindruck, dass verbale Entgleisungen „IN“ sind und man immer schneller aggressiv reagiert, wenn das Gegenüber eine andere Schau der Dinge hat, wie man selbst. Wir bekommen gar nicht mehr so richtig mit, dass sich da ein Klimawandel unter uns vollzieht, der vielleicht noch schlimmere Folgen hat als der immer wieder medial zitierte. Menschen werden als Arschlöcher, Affen und Schweine bezeichnet und dann auch so behandelt. Sie werden damit nicht selten so schlimm in ihrer Würde verletzt und fertig gemacht, dass sie krank werden. Und das geht in den Kindergärten und Schulen schon los. Wir leben zunehmend in einer von giftigen Worten kontaminierten „Umwelt“, in der die unantastbare Würde eines jeden Menschen mit Füßen getreten wird. Damit werden ganze Landstriche zugemüllt und unbewohnbar. Denn, wer will und kann denn bitteschön unter solchen Klimabedingen leben?

Nur wie kommen wir aus dieser schleichenden Umweltkatastrophe heraus? Wir brauchen Klimagipfel, die immer wieder das Ziel verfolgen, die uns vorgebenden Grenzwerte eines menschenwürdigen Umgangs miteinander einzuhalten, damit das Klima nicht kippt. Das muss uns allen am Herzen liegen. Es braucht da einen Klimawandel und eine Umkehr zu den Werten, die menschliches Leben erhalten und fördern. Es gibt da einen ganz einfachen Grundsatz, wie das erreicht wird:

»Behandelt die Menschen so, wie ihr selbst von ihnen behandelt werden wollt – das ist es, was das Gesetz und die Propheten fordern.«

Das steht in der Bibel in Matthäus 7,12. So wird sich das Klima unter uns zum Guten wenden!

gez. Gemeinschaftspastor des Auerbacher Gemeinschaftsbezirkes
Peter Tischendorf, Kottengrün
Falkensteiner Anzeiger, 29.05.2019