Wer ist Jesus?

Paulus schreibt: Er ist das Ebenbild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene vor aller Schöpfung.

Kolosser 1,15

Hinter diesem etwas komplizierten Satz steckt eine einfache Frage.

Sie lautet: Wer ist Jesus? Wohl dem Menschen, der diese Frage richtig beantworten kann. Warum eigentlich? Der christliche Glaube hängt logischerweise untrennbar mit der Person Jesus zusammen.

Er ist unser Retter, er hat die Erlösung von Sünde, Tod und Teufel für uns erwirkt. Er lebt durch den Heiligen Geist in jedem wahren Gläubigen. Er ist das Haupt der Gemeinde und er sitzt zur Rechten Gottes. Er ist es, durch den alles geworden ist, was geworden ist und er erhält alles durch sein mächtiges Wort. Er ist sündlos und absolut heilig. In ihm sind verborgen alle Schätze der Weisheit und der Erkenntnis. Er ist uns zur Heiligung gemacht. Er ist das fleischgewordene Wort Gottes. Er ist unser Friede und unsere Hoffnung. Er repräsentiert Gott den Vater. Er ist der Hohe Priester, das Lamm Gottes und der König aller Könige und noch vieles mehr.

Paulus schreibt, in seiner ihm eigenen Art, weiter:

„Denn in ihm ist alles geschaffen, was im Himmel und auf Erden ist, das Sichtbare und das Unsichtbare,“ Kolosser 1,16

Jesus ist demnach der Dreh- und Angelpunkt der gesamten Heiligen Schrift, der Heilsgeschichte mit Israel und den Völkern und allem, was zurzeit ist und was noch kommen wird. Mit Jesus steht und fällt alles, was unseren Glauben und unsere Existenz ausmacht. Eigentlich heißt das: An Jesus führt kein Weg vorbei, weder im Leben noch im Sterben. Wer weiß das heute noch und wer glaubt das noch?

Wenn Jesus vor aller Schöpfung existierte und alles Sichtbare und Unsichtbare in ihm geschaffen ist, kann er selbst nicht geschaffen sein. Er ist damit Gott gleich. Das ergibt die einfache Logik.

Wer das weiß, hängt sein Leben an ihn. Wer das weiß, macht Jesus zum bestimmenden Faktor, bei all seinen Überlegungen und Handlungen. Denn er weiß, ohne Jesus wird die Rechnung am Ende nie aufgehen.

Schon im Alten Testament bei Jesaja lesen wir:

„Denn ein Kind ist uns geboren, ein Sohn ist uns gegeben; und die Herrschaft ruht auf seiner Schulter; und man nennt seinen Namen: Wunderbarer, Ratgeber, starker Gott, Ewig-Vater, Friedefürst.“ (Jesaja 9,5 Schlachter 2000)

Hier wird bereits gesagt, dass der Messias als richtiger Mensch geboren wird und trotzdem ewiger Gott ist. Denn zwei der Doppelnamen des kommenden Messias sagen klar aus, dass dieses Kind Gott ist.

Wer ist also Jesus? Die Antwort, die die Heilige Schrift gibt ist eindeutig. Sie lautet: Er ist wahrer Mensch und wahrer Gott.

Noch eine Begebenheit zur Bekräftigung:

Jesus antwortet seinen Landsleuten im Johannes Evangelium wie folgt: Johannes 8,57-59 „Du bist noch nicht fünfzig Jahre alt und hast Abraham gesehen? Jesus sprach zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Ehe Abraham wurde, bin ich. Da hoben sie Steine auf…“ Jesus sagt in seiner Antwort klar, dass er JAHWE, also Gott ist und die Juden verstehen das sehr wohl und wollen ihn auf der Stelle steinigen. Wir sehen, die meisten Israeliten zurzeit Jesu sind genau an der Frage, wer Jesus ist, gescheitert. Aber nicht, weil sie es nicht hätten wissen können. Das hatte unübersehbare Konsequenzen für sie und die weitere Geschichte ihres Landes. Jesus fragt auch seine Jünger: Matthäus 16,15 „Wer sagt denn ihr, dass ich sei?“ Petrus gibt darauf die richtige Antwort.

Und wir heute? Welche Antwort kann ich geben? Im Grunde hängt von der Beantwortung dieser einfachen Frage alles ab. Denn Jesus ist und bleibt der Einzige, der dafür sorgen kann, dass am Ende die Rechnung wirklich aufgeht.

Ihr Lutz Heidrich
Falkensteiner Anzeiger, 25.03.2021