Der Weg zum Vater

Jesus spricht:

"Ich bin der Weg und Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater, denn durch mich."

Johannes 14,6

Angenommen, Sie liebe Leserin, lieber Leser, würden in Ihrem Bekanntenkreis, in der Schule, auf der Arbeitsstelle oder wo auch immer solch eine Aussage von sich geben, wie sie Jesus damals zum Laubhüttenfest in Jerusalem vor vielleicht Hunderten von Gästen und Einheimischen ausgesprochen hat. Man würde uns bestenfalls auslachen oder für einen gefährlichen Spinner halten. Wer solch eine Aussage von sich macht, der muss auch verrückt sein und mit dem Schlimmsten rechnen - oder aber es stimmt. Und wenn es stimmt, wenn das die Wahrheit ist, dann hat es zur Folge, dass alles daran gemessen wird: Alle Wege, die wir Menschen im Laufe unseres Lebens eingeschlagen haben und noch gehen werden, alles was ich als Wahrheit ausgesprochen oder geschrieben habe, alles, was ich als mein Leben bezeichne. Alles wird an Jesus gemessen werden. Am Ziel des Lebens - bei Gott - geht es nicht zuletzt darum, wie gut ich nach menschlichen Maßstäben gelebt habe, sonder da geht es darum, wie ich mit Jesus gelebt habe.

Pfarrer Volkmar Körner
Gemeindebrief März 2000