Meine Seele ist stille zu Gott, der mir hilft

Meine Seele ist stille zu Gott, der mir hilft.

Psalm 62,2

Wir können am Anfang der Bibel lesen, dass Gott seine Schöpfung am siebenden Tag mit Ruhe gekrönt hat. Er hat nicht nur einfach von seinen Werken geruht, im Sinne von "mal eine Verschnaufpause machen". Er hat am siebenden Tag die Ruhe, den Frieden, die Gelassenheit, die Geborgenheit, die Stille geschaffen. Gott hat alles zu einem guten Abschluss gebracht. Es gab einfach nichts mehr zu tun. Es war alles getan, was Gott hätte tun können.

"Siehe, es war sehr gut!"

Wir wissen auch, dass wir Menschen in diese Ruhe, in diese Stille, in diesen Frieden eingebettet waren. Es war der vollkommene Friede eines absolut sicheren Lebens. Und wir wissen, dass durch den Eigensinn, den Ungehorsam und den Unglauben, sich der Mensch selber außerhalb dieser Geborgenheit gestellt hat und seither in Angst, Unruhe, Vergänglichkeit, Unfrieden, Stress und Hektik lebt.

Woher hat aber unser Psalmbeter mit einemmal diese Stille in seiner Seele?

Läuft sein Leben etwa außergewöhnlich glatt? Wer den Psalm 62 liest, merkt schnell, dass genau das Gegenteil der Fall ist. Er wird auf das Äußerste bedrängt.

Woher kommt also dieser Frieden, den er trotz der äußeren Stürme hat?

Er kommt aus einem tiefen und festen Vertrauen auf die Stärke und die Hilfe, die allein bei Gott ist. Er ist der Herr über Himmel und Erde. Er hat dich und mich geschaffen und weiß uns wohl zu bewahren. Darauf vertraut er.

Das stille, feste Vertrauen auf Gottes Hilfe, rückt den Psalmbeter aus einem Leben voller Angst und Sorge in das Zentrum der Macht Gottes. So wie Jesus den Sturm durch ein Wort stillte, kann ER auch den Sturm deiner Seele glätten und damit seinen Frieden in dein Herz bringen. Was du tun kannst? Ihm deinen ganzen Glauben, dein ganzes Vertrauen schenken.

Der Psalmbeter warnt uns: "Verlasst euch nie auf Menschen, Macht oder Geld und Gut." Nur unser fester Glaube, Gott und Jesus gegenüber, bringt uns diesen verlorenen Frieden in unseren Verstand, in unsere Sinne und in unsere Herzen zurück.

Lutz Heidrich