Gedanken

Was geht so einen Tag lang als Worte über unsere Lippen und welche Gedanken sind vorherrschend in unserem Herzen?

Wenn das einmal nur eine Woche lang gesammelt würde, schwarz auf weiß nachzulesen, für alle sichtbar, dann würde wohl der Eine oder der Andere vor sich selbst erschrecken.

Was sind das für Worte und Gedanken, die das Leben eines Tages prägen? Sind es Worte der Klage über die Politiker, die Arbeitgeber, die Hausbewohner, die Gemeindeglieder? Oder sind es Gedanken der Angst vor Krankheiten und des Alleinseins, die Angst vor irgendwelchen Leistungen, die von mir erwartet werden, ich könnte sie nicht schaffen?

Es ist wohl sehr hilfreich, einmal genau darauf zu achten, womit ich so Tag für Tag meine Gedanken und mein Herz fülle. Es könnte eine große Hilfe sein, einen mir nahe stehenden Menschen damit zu beauftragen, mich mal eine Zeit lang daraufhin zu beobachten, was ich so rede. Es könnten heilsame Entdeckungen sein.

Mir hat einmal eine mir nahe stehende Person gesagt, dass ich einer bestimmten Person gegenüber immer wieder Spitzen austeile, die manchmal sehr verletzend wirken könnten. Da bin ich über mich selbst erschrocken. Das hat gesessen. Daraufhin habe ich mich bei dieser Person entschuldigt.

Womit sollen wir unsere Gedanken füllen? Die Bibel gibt uns einen ganz wichtigen und wertvollen Rat. Es ist der Spruch für den Monat August:

Vom Aufgang der Sonne bis zu ihrem Niedergang sei gelobt der Name des Herrn.

Psalm 113,3

Der erste Gedanke des Tages, der sozusagen die Grundlage für den Tag legt, sollte ein dankbarer Gedanke zu Gott hin sein.

"Ich danke dir, dass ich erwachen konnte, dass dieser Tag aus deinen geliebten Händen kommt."

Und der letzte Gedanke vor dem Einschlafen, der sozusagen die Grundlage für einen ruhigen Schlaf ist, sollte ebenso ein dankbarer Gedanke Gott gegenüber sein.

"Herr, ich danke dir für diesen zu Ende gehenden Tag, dass du mich hindurch geführt hast und dass du in dieser Nacht bei mir bist und über mich wachst."

Wenn jeder Tag unseres Lebens so beginnt und endet, dann wird Gott selbst seinen Segen in jeden Tag legen.

Und wenn es uns schwer fällt, Gott zu loben, dann ist es sehr wichtig, die Dinge in unserem Leben so schnell wie möglich zu ordnen, die zwischen mir und Gott stehen. Und wenn sie geordnet sind, dann fällt es uns umso leichter, Gott zu loben. Und wo einer Gott lobt, weiß sich Gott aufgefordert, diese Person zu segnen.

So könnte dieser Vers für alle, die ihn (neu) anwenden, zur großen Lebenshilfe werden. Und das wünsche ich jedem einzelnen. Gerade in der Urlaubszeit damit zu beginnen, ist eine super Idee.

Pfr. Volkmar Körner