Vom Warten auf sein Heil

Euch aber, die ihr meinen Namen fürchtet, soll aufgehen die Sonne der Gerechtigkeit und Heil unter ihren Flügeln.

Maleachi 3,20

Mit dem Propheten Maleachi schließt Gott sein "Altes Testament" ab. Eine bemerkenswerte Tatsache. Von nun an wird die biblische Prophetie ca. 400 Jahre lang schweigen. Erst durch die Bußpredigten Johannes des Täufers beendet Gott diese lange Pause.

Dem Bibelleser fällt auf, dass es in der Geschichte des Volkes Israel schon einmal so eine Zeit gegeben hat, 400 Jahre Schweigen. Israel in Ägypten in der Sklaverei, der Herr hatte es seinem Knecht Abraham bereits lange vorher angekündigt. Aus den 70 Menschen, die unter Josef und mit Vater Jakob nach Ägypten zogen, wurde in dieser Zeit ein richtiges Volk und es brauchte Rettung. Sie schrien in ihrer Not zu Gott und mussten sehr lange auf das Heil warten.

Jesaja schreibt: 60,1-2 "Mache dich auf, werde licht; denn dein Licht kommt, und die Herrlichkeit des HERRN geht auf über dir! Denn siehe, Finsternis bedeckt das Erdreich und Dunkel die Völker; aber über dir geht auf der HERR und seine Herrlichkeit erscheint über dir."

Nach 400 Jahren Schweigen schickt Gott Mose, der im Auftrag und in der Kraft Gottes das Volk aus der Sklaverei und aller Bedrückung befreit. Die Parallele: ca. 400 Jahre nach Maleachi kommt endlich der ersehnte Messias der Juden und der Retter aller Menschen, Jesus. Er befreit bis heute jeden, der an seinen Namen glaubt, der sich auf ihn von ganzem Herzen verlässt, der den Namen Gottes fürchtet. Gott befreit durch Jesus von der Macht der Sünde, des Todes und des Teufels und rettet vor dem kommenden Gericht Gottes. Für jeden Menschen, der diesem Ruf folgt, ist die Nacht vorbei. Endlich geht die Sonne der Gerechtigkeit auf. Doch das Warten geht weiter, seit nunmehr 2000 Jahren. Warten, auf was? - Auf sein zweites Kommen.

Hat ER uns vergessen? Ich möchte mit einem Zitat von Petrus antworten:

2. Petrus 3,9-13 "Der Herr verzögert nicht die Verheißung, wie es einige für eine Verzögerung halten; sondern er hat Geduld mit euch und will nicht, dass jemand verloren werde, sondern dass jedermann zur Buße finde. Es wird aber des Herrn Tag kommen wie ein Dieb; dann werden die Himmel zergehen mit großem Krachen; die Elemente aber werden vor Hitze schmelzen, und die Erde und die Werke, die darauf sind, werden ihr Urteil finden. Wenn nun das alles so zergehen wird, wie müsst ihr dann dastehen in heiligem Wandel und frommem Wesen, die ihr das Kommen des Tages Gottes erwartet und erstrebt, an dem die Himmel vom Feuer zergehen und die Elemente vor Hitze zerschmelzen werden. Wir warten aber auf einen neuen Himmel und eine neue Erde nach seiner Verheißung, in denen Gerechtigkeit wohnt."

Euch aber, die ihr meinen Namen fürchtet, soll aufgehen die Sonne der Gerechtigkeit und Heil unter ihren Flügeln.

Warten lohnt!

Es grüßt Sie herzlich Ihr Lutz Heidrich