Liebe bis zum Tod am Kreuz

Jesus Christus spricht: „Niemand hat größere Liebe als die, dass er sein Leben lässt für seine Freunde.“

Johannes 15,13

„Ein Freund, ein guter Freund, das ist das Schönste, was es gibt auf der Welt“, so sang das Berliner Vokalensemble Comedian Harmonists im Jahr 1930. Kurz darauf entschloss sich Deutschland zu einem Freundschaftsvertrag mit Polen, um dann 1939 diese Freundschaft mit dem verheerendsten Krieg der Weltgeschichte durch den Einmarsch in Polen zu beantworten. Wahre Freundschaft ist ein kostbares Gut. Nur wenige Menschen kennen wirklich dauerhafte Freundschaften, die sonnige und trübe Zeiten überdauert. Was ist eigentlich echte Freundschaft? So nennt man eine Beziehung zwischen zwei Menschen, die von Sympathie und Vertrauen geprägt ist, geben Lexika über die Freundschaft Auskunft. Jesus sagt uns: „Niemand hat größere Liebe als die, dass er sein Leben lässt für seine Freunde.“ Wenn der Herr von Freundschaft spricht, dann spricht er nicht nur von Sympathie, die sich gern mit dem anderen abgibt; dann spricht er nicht nur von Vertrauen, das dem anderen ganz offen seine Nöte und Sorgen, Hoffnungen und Wünsche mitteilen kann; nein, Jesus spricht von Liebe. Viele Leute, die heute von Liebe reden, meinen damit die Allerweltsliebe, die am Ende doch nur an sich selbst denkt. Solche Liebe meint Jesus nicht. Er meint echte Liebe; Liebe, die bereit ist, für den anderen sogar in den Tod zu gehen. Wurdest Du schon einmal so geliebt? Mit einer väterlichen, freundschaftlichen, gütigen Liebe, die nichts für sich wollte, sondern alles gab für Dich? So liebt Dich der Herr. In solch eine Freundschaft nimmt der Herr Jesus Dich hinein. Er will ein Freund Dir sein. Jesus ist bereit gewesen, für Dich die Hand ins Feuer zu legen, ja, für Dich durch Feuer und Wasser zu gehen (vgl. Jesaja 43,1-3), er ist bereit gewesen, sein Leben aufzugeben für Dich. Deshalb ging Jesus ans Kreuz und starb, um alle Strafe auf sich zu nehmen; alles einzustecken, was uns die Gottlosigkeit, die Selbstsucht und der Neid eingebrockt haben. Es ist seine Freundschaft, mit der sich Jesus an Deine Seite stellt: Bist Du bereit, ihm nicht nur Diener oder Knecht, nein, ihm ein Freund zu sein? Denn das spricht er seinen Jüngern zu: „Ich sage hinfort nicht, dass ihr Knechte seid; denn ein Knecht weiß nicht, was sein Herr tut. Euch aber habe ich gesagt, dass ihr Freunde seid; denn alles, was ich von meinem Vater gehört habe, habe ich euch kundgetan.“ Wie willst Du ihm darauf antworten?

Lass mich unter deinem Kreuze stehen, Herr, und hören, wie du sprichst: Ich bin bereit, den Tod des Kreuzes zu sterben. Ja, Herr, du warst bereit und erfülltest den Willen des Vaters. Du nennst mich deinen Freund. Lass mich deine Stimme hören und deinen Willen tun. Du allein machst mich frei. AMEN.

Ihr Pfr. z.A. Jörg Grundmann