Offene Türen

Jesus Christus spricht: „Siehe, ich habe vor dir eine Tür aufgetan und niemand kann sie zuschließen.“

Offenbarung 3,8

Offene Türen warten auf mich, wo ich auch hinsehe. Die Werbung lockt mit ihren Angeboten. Geschäfte, Supermärkte und Discounter öffnen ihre Pforten zu jeder möglichen, mehr und mehr auch zu jeder unmöglichen Zeit. Alle wollen mich als guten Kunden gewinnen. Nun tut auch noch der Herr Jesus eine Türe auf. Ist das nicht überflüssig? Nein! Das sei ferne!

Die Tür, die der Herr auftut, ist von ganz anderer Beschaffenheit. Das ist keine Ladentür, die mich hineinzieht und nur meine Kundentreue will. Das ist eine Tür zum Herzen des anderen. Das ist eine Tür, durch die die Botschaft vom Herrn Jesus Christus in das Herz des anderen fallen kann.

Wer sich nicht scheut, ein Zeuge für seinen Herrn zu sein, kennt die Erfahrung verschlossener Türen. Da gibt es viele, die sich einfach für den Glauben sperren. Die einen spotten über den Glauben, die anderen sagen gleich: „Lass mich damit in Ruhe.“ Solche Erfahrungen schmerzen. Wie sehr wünschte man sich da überzeugenderes Auftreten, die richtige Antwort auf jeden Angriff. Doch die Türen sind zu. Die offenen Ladentüren täuschen nur darüber hinweg, dass die Herzenstüren vieler Menschen geschlossen sind für das Evangelium. Zur Gemeinde in Philadelphia sagt der Herr: „Siehe, ich habe vor dir eine Tür aufgetan und niemand kann sie zuschließen.“ Viele Menschen wirst Du mit der Guten Nachricht von mir erreichen.

Was war das besondere der Gemeinde in Philadelphia? Waren es die attraktiven Gottesdienste, die den Herrn Jesus zu dem Versprechen veranlassten? War es ihr gewinnender Eifer um die Menschen? Nein. Es sind drei Dinge, die diese Gemeinde ausmachten: 1. Sie hatte das Wort des Herrn bewahrt. In allen Angriffen von außen und von innen, die Bibel zu relativieren und abzuschwächen, blieb diese Gemeinde dem Wort des Herrn treu. 2. Sie hat den Namen des Herrn Jesus nicht verleugnet. Diese Gemeinde bekannte sich frei und offen zum Herrn – nicht nur mit ihren Worten, sondern auch mit ihren Taten. 3. Sie hatte Geduld. Nicht die schnelle kurzlebige Aktion, sondern die geduldige Treue in der Nachfolge ihres Herrn war das Geheimnis dieser Gemeinde. So darf die Gemeinde erfahren, wie der Herr zu ihr spricht: „Siehe, ich habe vor dir eine Tür aufgetan und niemand kann sie zuschließen; denn du hast eine kleine Kraft und hast mein Wort bewahrt und hast meinen Namen nicht verleugnet.“ Es hängt nicht ab von unserer Kraft.

Herr, du hast uns befohlen zu wirken, solange es Tag ist. Gib uns deinen Heiligen Geist, dass wir in seiner Kraft durch all unseren Dienst deiner Wahrheit den Weg bereiten.

AMEN.

Ihr Pfr. Jörg Grundmann