Das ist meine Freude, dass ich mich zu Gott halte

Das ist meine Freude, dass ich mich zu Gott halte.
Gott nahe zu sein ist mein Glück.

Johannes 73,28a (Lutherübersetzung und Einheitsübersetzung)

Ein neues Jahr liegt vor uns; ein neuer Abschnitt auf dem Weg, den Gott mit uns geht. Ich wünsche Ihnen ein friedvolles Jahr 2014! Frieden haben wir nötig – nicht nur zwischen Menschen und Völkern, nein, auch Frieden im Miteinander und zuerst in uns. Doch wie kann es Frieden bei uns werden? Die Unzufriedenheit bemächtigt sich doch viel leichter unseres Herzens! Unzufriedenheit mit der Gesundheit oder mit der finanziellen Situation, Unzufriedenheit mit anderen Menschen, Kollegen oder Verwandten, Unzufriedenheit mit uns selbst. Asaf, der Levit, kannte das gut! Er litt darunter, dass es denen so gut ging, die ohne Gott lebten. Sie waren gesund. Sie lebten in Saus und Braus. Sie redeten großspurig und die Menge lief ihnen nach. Sie schienen das große Glückslos gezogen zu haben! Er selbst aber war geplagt, krank und arm. Dabei versuchte er nur, sein Herz rein zu halten, Gott und seinem Volk zu dienen. Was für eine Ungerechtigkeit! Asaf stand in der Gefahr, unzufrieden zu werden mit Gott! Ein gefährlicher Standpunkt.

Unzufrieden mit Gott wurden Adam und Eva, als die Schlange ihnen vorgaukelte, zu welch interessantem Baum Gott ihnen den Zugang verwehrte. Da griffen sie zu. Unzufrieden mit Gott war das Volk Israel, als Mose so lange auf dem Sinai wegblieb. Da bauten sie sich das goldene Kalb. Unzufrieden mit Gott waren die Pharisäer und Schriftgelehrten, als immer mehr Menschen an Jesus glaubten. Da brachten sie den Sohn Gottes ans Kreuz. „Ich aber wäre fast gestrauchelt mit meinen Füßen“, schreibt Asaf. Doch als seine Unzufriedenheit mit Gott am größten ist – da geht er in das Heiligtum, in den Tempel. Da tritt er in die Gegenwart des lebendigen Gottes! Er begegnet dem Herrn. Gott bringt alles wieder ins Lot. Asaf erkennt das Leben und die volle Genüge, die Gott ihm schenkt. Asaf sieht, wie schlimm das Ende eines Lebens ist ohne Gott. Das ist die Wende! Asaf sieht plötzlich wieder: Es ist doch Gott, der mich hält! Nun kann er wieder das „dennoch“ des Glaubens sprechen: „Dennoch bleibe ich stets an dir“!

Dazu lädt uns Gott ein im neuen Jahr 2014: in sein Heiligtum, in die Begegnung mit ihm. Falten wir die Hände, beten wir, hören wir auf Jesu Worte, feiern wir den Gottesdienst – überall wartet Gott auf uns mit seiner Gegenwart. Kehren wir um zu ihm, so werden wir die Freude erfahren, die Freude eines Herzens, das sich an Gott hält. Bei Jesus finden wir nicht nur das oberflächliche und scheinbare Glück eines Lebens ohne Gott. Bei Jesus finden wir das tiefe Glück, in seiner Nähe zu sein und IHN zu haben! Durch Jesus bringt uns Gott Frieden ins Herz. Durch Jesus breiten sich der Friede und die Freude auch im Miteinander aus. Seine Nähe tut uns gut! Diese Erfahrung wünsche ich Ihnen im neuen Jahr!

„Jauchzet dem HERRN, alle Welt! Dienet dem HERRN mit Freuden, kommt vor sein Angesicht mit Frohlocken! Erkennet, dass der HERR Gott ist! Er hat uns gemacht und nicht wir selbst zu seinem Volk und zu Schafen seiner Weide. Gehet zu seinen Toren ein mit Danken, zu seinen Vorhöfen mit Loben; danket ihm, lobet seinen Namen“

Psalm 100,1-4

Ihr Pfarrer Jörg Grundmann