ER verwandelt unsere Traurigkeit in Freude!

Eure Traurigkeit soll in Freude verwandelt werden.

Johannes 16,20

„Keine Wendemöglichkeit für LKW“ – so steht es auf einem Straßenschild, das in eine schmale Sackgasse führt. Übersieht das ein LKW-Fahrer, so gibt es nur eine Richtung für seinen Lastzug: immer geradeaus. Immer tiefer in die Sackgasse hinein. Der LKW-Fahrer hat nur eine Möglichkeit: er legt den Rückwärtsgang ein. In unserem Leben gibt es keinen Rückwärtsgang. Mancher Weg tut sich plötzlich als Sackgasse auf, aus der es kein Zurück gibt: Das passiert, wo wir eine falsche Richtung eingeschlagen haben. Aber auch das Leid kann eine solche Sackgasse sein: Es geht es immer tiefer hinein. Es scheint keinen Ausweg mehr zu geben. Manche, die der Führung Gottes vertraut haben, mussten feststellen, dass sie auf einmal in solch einer Sackgasse stehen? Wie schnell kommen sie dann ins Zweifeln: „Hätte mich Gott wirklich geführt, würde mir das jetzt nicht passieren!“

Die Bibel berichtet von Sackgassen ohne Ausweg: Josef, der seine Familie vor dem Hungertod retten soll, landet als Sklave in Ägypten und wird dort ins Gefängnis gesperrt und vergessen. Das Volk Israel, das sich von Gott aus der Sklaverei in die Freiheit führen lassen will, landet am Schilfmeer: vor sich das Wasser, hinter sich die ägyptischen Soldaten. Rut, eine Moabiterin, die dem Gott Israels vertraute, landet zusammen mit ihrer Schwiegermutter als Witwe ohne Einkommen in Bethlehem. Und die Jünger Jesu müssen plötzlich erkennen, dass ihr Herr sich auf dem Kreuzweg befindet: nicht mächtig, sondern bedroht an Leib und Leben. Jesus sagt zu ihnen: „Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Ihr werdet weinen und klagen, aber die Welt wird sich freuen“. Doch Gottes Weg geht weiter! „Ihr werdet traurig sein, doch eure Traurigkeit soll in Freude verwandelt werden“, sagt Jesus.

In den Sackgassen unseres Lebens geht Gottes Weg weiter: Josef kommt durch Gottes Führung aus dem Gefängnis frei und wird zum zweiten Mann im Staat Ägypten. Dort führt er durch Gottes Führung die Vorratswirtschaft ein, damit der ganze Vordere Orient eine siebenjährige Hungersnot überstehen kann. Das Volk Israel wird von Gott durch das Schilfmeer geführt. Dort - auf der anderen Seite - wird es Gott selbst begegnen und die 10 Gebote erhalten. Die Witwe Rut lernt in Bethlehem ihren zweiten Mann Boas kennen und wird durch Gottes Führung zur Stammmutter des Königs David und Jesus. Die Jünger begleiteten Jesus bis zum Kreuz. Doch hier schien nun wirklich alles vorbei zu sein! Kein Ausweg mehr zu sehen. Bis am Ostermorgen einige Frauen zu ihnen kommen und sagen: „Das Grab ist leer!“ Dann begegnen sie dem lebendigen Herrn! Gott führt uns manchmal in Sackgassen, aus denen es keinen Ausweg mehr gibt. Doch gerade dort öffnet ER seinen Weg für uns! Wir brauchen diese Erfahrungen, um die begrenzten Wege unseres falschen Selbstvertrauens zu erkennen und Gottes Führung immer mehr zu vertrauen: Setzen wir ganz auf den auferstandenen Herrn Jesus Christus! Er ist der einzige Weg, der weiterführt! Ohne ihn stoßen wir immer an die Grenze. Doch ER führt uns durch diese Welt. ER führt uns ins ewige Leben. ER verwandelt unsere Traurigkeit in Freude!

Der HERR ist auferstanden, er ist wahrhaftig auferstanden! Halleluja.

Ihr Pfarrer Jörg Grundmann