Fürchte dich nicht!

Sei getrost und unverzagt, fürchte dich nicht und lass dich nicht erschrecken!

1. Chronik 22, 13

Manchmal könnte uns wirklich Angst werden, wenn wir in diese Welt blicken: Krieg in Israel und in der Ukraine, finanzielle Turbulenzen in der Euro-Zone, demografische Schieflage in Deutschland und und und. Aber auch im ganz persönlichen Leben bleibt vieles ungewiss: Da ist die Angst vor Arbeitsplatzverlust, Angst vor Krankheit, Leid oder Einsamkeit. Wir haben unser Leben nicht letztendlich fest im Griff. Wie schnell kann der schöne Plan, den wir für unser Leben haben, kaputt gehen. Wie gut tut da der Monatsspruch für September:

Sei getrost und unverzagt, fürchte dich nicht und lass dich nicht erschrecken!

Das ist keine billige Vertröstung, denn in Vers 16b steht die Begründung der Zuversicht:

Der HERR wird mit dir sein.

Der junge Salomo steht vor einem großen Auftrag: er soll den Tempel für Gott bauen. Ein Auftrag, der ihm wirklich Angst machen könnte. „Wie soll ich das schaffen? Ist der Auftrag nicht eine Nummer zu groß für mich?“ Vater David befiehlt seinen Sohn der Gnade Gottes an. Gott hat all denen, die nach seinem Willen leben, seinen Segen zugesagt. Salomo war nicht auf sich allein gestellt. Der Tempel wurde gebaut und war prächtig anzuschauen. Auch in seinem weiteren Leben konnte Salomo Gottes Segen erleben. Gott ließ ihm alles gelingen, so lange Salomo tat, was Gott gefiel.

Sei getrost und unverzagt, fürchte dich nicht und lass dich nicht erschrecken!

Diese Zusage gilt auch uns.

„Wie deine Tage, so deine Kraft. Es ist der Herr, der Hilfe schafft“, so heißt es in einem Chorlied.

Wenn wir Gott darum bitten, will er mit uns sein und uns segnen, besonders dann, wenn wir vor Wegstrecken stehen, die uns Angst machen. Da ist der Schüler vor der Abi-Prüfung, ein junges Ehepaar vor der Gründung einer Familie, ein neuer Abschnitt im Berufsleben. Da sind Eltern bei der Erziehung pubertierender Kinder, Menschen vor Eintritt ins Rentnerdasein oder alte Leute in Krankheitsnöten.

Manchmal könnte uns wirklich Angst werden, wenn wir in diese Welt blicken. Nur wenn wir auf Gott und seine Zusagen schauen, kann uns diese Angst genommen werden. Ungefähr 365 mal steht in der Bibel: „Fürchte dich nicht!“ – für jeden Tag einmal.

Ihr Gilbrecht Schäl