Wahrlich, dieser ist Gottes Sohn gewesen

Wahrlich, dieser ist Gottes Sohn gewesen.

Matthäus 27,54

Wer sagen die Leute, dass ich sei? fragt Jesus einmal seine Jünger. Einige sagen: Johannes der Täufer, andere Elia oder einer der Propheten. Wie viele Antworten wurden im Laufe der Zeit noch gegeben: Man sagt, er war ein Gammler, ein Dichter, ein Zauberer, ein Politiker. Für andere wiederum ein guter Mensch, ein Vorbild, was Jesus zweifellos auch war. Doch im Licht der Schrift sind die einen Antworten falsch, die anderen greifen zu kurz. Unterm Kreuz bezeugen ein heidnischer Hauptmann und seine Soldaten: Wahrlich, dieser ist Gottes Sohn gewesen. Die Bibel lässt keinen Zweifel: Jesus ist der ewige Sohn Gottes.

Für viele Juden damals eine Ungeheuerlichkeit und bis heute können viele Menschen darüber nur lächeln, sich ärgern oder spotten. Für die „aufgeklärte“ Theologie ist dieser „Titel“ gar nur ein Ausdruck für seine besondere Beziehung zu Gott oder dafür, dass er, der lediglich ein Mensch war, von Gott als Sohn adoptiert wurde, bei seiner Auferstehung z.B.

Einige mögen abwinken, als sei es gleichgültig, wie wir an Jesus glauben, egal wer er ist. Doch das ist es nicht. Wir müssen biblisch an Jesus glauben (Johannes 7, 38). Es ist notwendig, an die Gottessohnschaft Jesu zu glauben. Warum? Kein Mensch konnte tun, was Jesus tat. Alle sündigten und reichen nicht an die Herrlichkeit Gottes heran. Erst der einzige und ewige Sohn Gottes kam in unser sündiges Fleisch, wurde Mensch, doch blieb er ohne Sünde und konnte so für uns zur Sünde werden, nahm die Sünde mit ans Holz und wurde so ein Opfer für Sünde, damit wir vor Gott durch Glauben an Jesus gerecht würden. (vgl. Römer 8,3) Ohne den Sohn haben wir den Vater nicht, ohne den Sohn haben wir das Leben nicht (vgl. 1. Johannes 4,5).

Ob die heidnischen Soldaten auch das begriffen hatten? Hatte ihre Erkenntnis Auswirkungen auf ihr Leben? Oder war für sie Jesus wie einer ihrer heidnischen Göttersöhne, denn sie fürchteten sich sehr angesichts des Erdbebens und der Geschehnisse um die Kreuzigung, die sie vielleicht als göttliche Zeichen verstanden? Zum biblischen Glauben an Jesus gehört auch: Er muss mein Herr werden. Mir gefällt, wie Martin Luther das beschreibt: „Was glaubst du von Jesus Christus? Ich glaube, dass Jesus Christus, wahrhaftiger Gottessohn, sei mein Herr worden. Was ist nun das, 'ein Herr werden?' Das ist's, dass er mich erlöset hat von Sünde, vom Teufel, vom Tode und allem Unglück. Denn zuvor habe ich keinen Herrn noch König gehabt, sondern unter des Teufels Gewalt gefangen, zu dem Tod verdammt, in der Sünde und Blindheit verstrickt gewesen ... Jesus Christus hat uns arme, verlorne Menschen ... gewonnen, frei gemacht ... und als sein Eigentum unter seinen Schirm und Schutz genommen, dass er uns regiere ...“ (GrKat) Jesus muss mein Herr werden. So wird aus der objektiven Tatsache, die immer Gültigkeit hat (Jesus gestern, heute und derselbe auch in Ewigkeit, nicht nur: ist gewesen), ob ich glaube oder nicht, ob ich freiwillig meine Knie beuge oder nicht (vgl. Markus 5,6-7) eine, die mir gilt, mir nützt, mich zu einem Erlösten macht, der nun nicht mehr in Furcht, sondern dankbar sagen kann wie der Jünger Thomas: Mein Herr und mein Gott. - Wer sagen wir/Sie, dass Jesus sei?

Ihr Falk Schubert