Meine Stärke

Meine Stärke und mein Lied ist der Herr, er ist für mich zum Retter geworden.

2. Mose 15,2

Im vergangenen Monat haben wir es wieder 4 mal gesungen und gespielt (im Musical „Wüstenfeuer“): Der Herr hat seine Macht bewiesen, indem er sein Volk gegen allen Widerstand aus Ägypten ins verheißene Land führte. An einer Stelle des Weges schrie das Volk voller Verzweiflung zu Gott. Vor ihnen war das Schilfmeer und hinter ihnen kam das Heer des Pharao, um die Hebräer zurück in die Sklaverei zu holen. Eine ausweglose Situation! Gott ließ das Volk in diese prekäre Lage kommen, damit sie merkten: „...mit unsrer Macht ist nichts getan, wir sind gar bald verloren...“ Doch dann, genau im richtigen Moment, greift Gott ein und tut etwas, das nur er kann. Er tut ein Wunder. Er teilt das Meer, und das ganze Volk kann trockenen Fußes ans andere Ufer gehen. Es war offensichtlich: Es ist der Herr mit seinen unbegrenzten Möglichkeiten.

Mose hatte es kurz vorher auf den Punkt gebracht (2. Mose 14,14): „Der Herr wird für euch streiten, und ihr werdet stille sein!“

Wir vertrauen oft auf unsere eigene Kraft, auf unsere eigenen Fähigkeiten. Vielleicht muss Gott uns deshalb ab und zu vor unlösbare Probleme stellen, unsere Pläne durchkreuzen, uns an die Grenzen unserer Kraft bringen, damit wir rufen: „Herr, wir brauchen Dich, wir schaffen es nicht allein. Sei du unsere Stärke! Rette uns, wir können es selbst nicht tun.“

Immer wieder sagt Gott in der Bibel: „...sie sollen erkennen, dass ich der Herr bin!“

Es ist Gott wichtig, dass im Alten Testament die heidnischen Völker um Israel herum erkennen, dass er der Herr und der einzige lebendige Gott ist. Deshalb lässt er Gideon z.B. nur mit 300 Männern gegen ein riesiges Heer ziehen und schenkt ihnen den Sieg. So wurde es ganz offensichtlich, dass Gott gehandelt hat. - Es ist Gott im Neuen Testament wichtig, dass Jesus Christus der einzige Weg zur Rettung ist. Deshalb gibt er den Jüngern den Missionsbefehl. Jesus sagt: „Ich bin der Weg.“ Es gibt nur den einen Weg zur Errettung, alternativlos. Es ist fatal, dass manche Menschen (auch Christen) meinen, aus Toleranz und Nächstenliebe müssten wir alle anderen Religionen gleichwertig stehen lassen, wir müssten z.B. Moslems oder Hindus nicht missionieren (ganz nach dem Motto: „Hauptsache, du glaubst an irgend einen Gott, egal an welchen“). Gott macht sehr deutlich, dass eben nicht viele Wege in den Himmel führen, sondern dass es nur einen Weg gibt: Jesus Christus.

„...sie sollen erkennen, dass ich der Herr bin!“, das sagt Gott auch seinem Volk und uns. Vor der Wanderung durch die Wüste sagte Gott: „Ihr werdet mich erkennen auf dieser Reise. Ihr werdet sehen, wie ich bin, wie ich mit euch umgehe, wie ich euch liebe und für euch sorge, aber auch wie heilig und konsequent ich bin. Ich will euch auf dieser Reise begegnen.“

Nach dem Durchzug durch das Schilfmeer hatten sie erkannt, dass Gott sie errettet hat, und Mose singt mit dem ganzen Volk das Loblied, das unseren Monatsspruch enthält: „Ich will dem Herren singen, denn er hat eine herrliche Tat getan... Meine Stärke und mein Lied ist der Herr, er ist für mich zum Retter geworden.“

Es ist Gott wichtig, dass sein Volk nicht vergisst, was er Großes getan hat. Deshalb gab er das Gebot, jedes Jahr ein Fest zu feiern (das Laubhüttenfest) und eine Woche lang daran zu denken, dass Gott so offensichtlich gewirkt hatte.

Auch wir sind errettet worden, nicht aus der Sklaverei in Ägypten, sondern aus der Sklaverei des Bösen. Für uns war die Situation genau so ausweglos wie damals am Schilfmeer. Wir hatten keine Chance, uns selbst zu erretten. Wir brauchten einen Retter. Jesus Christus ist am Kreuz gestorben und hat unsere Schuld gesühnt. Als er am Kreuz sagte: „Es ist vollbracht!“, hat sich, bildlich gesprochen, das Meer unserer Schuld (in dem wir sonst umgekommen wären) geteilt. Nun ist der Weg in den Himmel frei. So ist es auch unser Vers: Meine Stärke und mein Lied ist der Herr, er ist für mich zum Retter geworden.

Lasst es uns bezeugen! Lasst uns Gott immer wieder loben und ihn anbeten (auch mit Liedern und Musik!)

Ihr Gilbrecht Schäl