Ev.-Luth. Kirchgemeinde Falkenstein-Grünbach

Friede diesem Haus!

Jesus Christus spricht: Wenn ihr in ein Haus kommt, so sagt als Erstes: Friede diesem Haus!

Lukas 10,5

„Guten Tag“, so grüße ich oft, wenn sich mir die Türen öffnen. „Shalom“, so grüßen die Leute in Israel – das heißt: „Friede“. Das hebräische Wort meint umfassenden „Frieden“: Frieden im Herzen, Frieden mit Gott, Frieden für die Seele, Frieden für den Leib, Frieden für das Leben mit allem, was wir sind und haben. Was für ein wunderbarer Gruß! Jesus sendet seine Jünger aus und beauftragt sie, diesen Frieden in die Häuser zu bringen: „Shalom diesem Haus!“ Sie sollen seine Boten sein. Denn Jesus ist der einzige, der diesen Frieden wirklich schenken kann. Dabei weiß Jesus, dass dieser Frieden immer im Herzen beginnt: Wo sich ein Herz diesen Frieden schenken lässt, breitet er sich aus über das ganze Leben.

Als Jesus in das Haus des Zachäus kommt, breitet sich dieser Friede in seinem Haus aus. Zachäus war ein Zollbeamter. Ehrenwert war jedoch dieser Beruf nicht: Die meisten Zolleinnehmer nahmen den Zoll nicht nur für den Staat ein, sondern betrogen die Reisenden und knöpften ihnen zu hohe Gebühren ab: „Man muss ja ´mal an sich denken!“ Zu einem solchen Mann kommt Jesus und kehrt in seinem Haus als Gast ein. Er bringt Gottes Frieden mit in dieses Haus. In seinem Licht sieht Zachäus, dass sein Leben eine große Schande ist. Er war ein reicher Mann geworden. Aber wieviel Schuld hing an seinem Geld! Da erklärt er: „Siehe, Herr, die Hälfte von meinem Besitz gebe ich den Armen, und wenn ich jemanden betrogen habe, so gebe ich es vierfach zurück.“ Natürlich: wenn Zachäus diese Worte wahr macht, bleibt nicht viel übrig. Doch nun hatte er einen ganz anderen Reichtum bekommen. Jesus sagt: „Heute ist diesem Hause Heil widerfahren.“ Der Friede Gottes ist in diesem Haus eingekehrt!

Ist der Friede Gottes auch schon in Deinem Hause eingekehrt? Er bringt sicher manche Veränderung. Unrecht und Halbwahrheiten haben keinen Platz mehr, wo Gottes Frieden einzieht. Dafür verbreitet der neue Reichtum einen Glanz, den die Welt nicht geben kann. Dieser Friede hat einen Namen: Jesus Christus. Er ist der Friede. Ins Haus des Petrus brachte er Gesundheit für die Schwiegermutter. Ins Haus des Jairus brachte er dem verstorbenen Töchterchen das Leben. Ins Haus eines Pharisäers brachte er Erkenntnis des Reiches Gottes – ER: Jesus, der Herr, der Friede Gottes.

Jesusjünger sind Boten dieses Friedens. Mit ihnen geht der Friede Gottes und kehrt in die Häuser ein. Und Jesus sagt: „Wenn dort ein Kind des Friedens ist, so wird euer Friede auf ihm ruhen; wenn aber nicht, so wird sich euer Friede wieder zu euch wenden.“ Eine offene Tür für einen Boten Jesu ist immer auch eine offene Tür für den Frieden Gottes.

Herr Jesus Christus, lass Deinen Frieden auch mein Herz erfüllen und in mein Haus einkehren. Mache mich zum Boten Deines Friedens. AMEN.

Ihr Pfarrer Jörg Grundmann


zuletzt aktualisiert am: 06.05.2017